Capoeira - das ist Musik, Kampf, Tanz und Sport

Zu Beginn des Schuljahres 2009 / 2010 haben sich 14 mutige Schüler der 8., 9. und 10. Klassen zusammengefunden, um gemeinsam unbekanntes Terrain zu erkunden, die Kunst der Capoeira.

Jeden Dienstag in der Mittagspause treffen wir uns und üben gemeinsam Basistechniken, Akrobatik, Musik und es wird natürlich auch in der Rhoda „gespielt“. Doch mit Worten ist Capoeira nur schwer zu beschreiben. Man muss es einfach einmal ausprobiert haben. Zwar ist das Training nicht immer ganz einfach, und wenn es dann heißt „So, jetzt schlägt jeder mal ein Rad und geht dann in den Handstand“ waren die Schüler zu beginn des Schuljahres noch recht zurückhaltend,  doch durch die Unterstützung und gegenseitige Hilfe der Mitschüler wurde aus einem “Das kann ich aber nicht!“ ganz schnell ein „Ok, hilfst du mir mal, das will ich jetzt auch probieren.“
Und auch wenn man dem einen oder anderen Schüler am Mittwochmorgen mit Muskelkater in den Oberschenkeln im Flur begegnet, kommen sie immer wieder voller Elan zum Training, denn der Dienstagmittag ist neben Anstrengung und Schweiß auch immer ein Ort für ein gemeinsames Lachen, einen persönlichen Erfolg durch eine neu gelernte Bewegung, ein nettes Gespräch und natürlich für Capoeira.


Was ist Capoeira

Die Capoeira entstand ungefähr in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die aus Afrika verschleppten Sklaven in Brasilien vermischten ihre kulturellen Gesänge, rituellen Tänze und kämpferische Bewegungen zu einer neuen Form der Kunst, der Capoeira.  
Heute ist die Capoeira angesehenes Kulturgut Brasiliens und wird den Kampfkünsten zugeordnet. Dabei lässt sie sich aber ohne Körperkontakt betreiben, Capoeira wird gespielt, nicht gekämpft, es gibt zwei Spieler, keine Kontrahenten.
Alle Beteiligten stellen sich in einem Kreis, der so genannten Rhoda, auf. Mit Instrumenten und durch klatschen werden bestimmte Rhythmen und Lieder gespielt, die die Geschwindigkeit und die Form des Spiels vorgeben. Diese Lieder werden von der gesamten Rhoda gesungen und schaffen die Energie für die Spieler. Diese befinden sich in der Mitte der Rhoda und spielen ein gemeinsames Spiel, einen Gewinner gibt es nicht. Für Zuschauer sieht dies wie ein akrobatischer Tanz aus, der allerdings nicht choreographiert ist, sondern spontan aus den Bewegungen entsteht. Dabei gibt es unterschiedliche Spielformen, die sich besonders durch das Tempo unterscheiden. Allen Spielformen gemein ist, dass es nicht um Angriff geht, sondern um ein Miteinander durch Bewegung, ein Täuschen und Ausweichen.

 

Bericht: Bra

Zurück