„Fair & fit for future“ – Schülermentoren-Ausbildung an der Albertville-Realschule in Winnenden
In der Woche vom 06.-10. Oktober 2025 hieß das Motto wieder mal „fair & fit for future“! 13 Schülerinnen und Schüler der Albertville-Realschule Winnenden nahmen eine Woche lang an einer Schülermentoren-Ausbildung teil. Sie wurden geschult und „fit“ gemacht in verschiedensten Bereichen, um für ihr ehrenamtliches Engagement beim Schulweltladen der Ökumenischen Schulgemeinschaft, in der Schülerfirma der Klamottenkiste, bei der Catering-AG oder in der SMV gut aufgestellt zu sein. Dazu schulte der Schulsozialarbeiter Simeon Härdter gleich zu Beginn der Ausbildungswoche, wie man gut im Team arbeiten kann, eigene Bedürfnisse wahrnimmt, diese kommuniziert und wie Konflikte auf einer konstruktiven Art und Weise gelöst werden können.
Am nächsten Tag ging es nach Waiblingen zu einem Besuch eines Fairtrade-Schülercafés an der Salier-Realschule. Mit einer Fairtrade-Schulung versuchte der Religionslehrer und Schulseelsorger Heinz Rupp die Schülerinnen und Schüler für faire Herstellung, Fairtrade-Labels und den bewussten Erwerb von Produkten zu sensibilisieren. Fair kann dabei auch „regional“ und „Bio“ bedeuten. Daher punkteten bei allen Teilnehmern vor allem die regionalen Hotdogs und Bio-Getränke, die in den Pausen sehr lecker ankamen.
Am Mittwoch wurden die Teilnehmenden nach dem Infektionsschutzgesetz mithilfe einer digitalen Hygieneschulung des Landes Baden-Württembergs geschult, sodass der Verkauf im Schulhaus auch stets "sauber" abläuft. Anschließend durften wir dank Ute Berndt-Wießler einen Einblick in den Weltladen in Winnenden und dessen Produkte sowie Herkunftsländer bekommen. Dabei wurde eine Vielzahl an Sinne angesprochen. Eine Verkostung fair gehandelter Produkte rundete den Tag ab. Manch neue Produkte wurden dadurch in den Schulweltladenverkauf integriert und viele Schülerinnen und Schüler verließen den Weltladen mit der Erkenntnis, dass eine faire Banane zwar teurer, jedoch deutlich geschmacksintensiver ist.
Am Donnerstag stand eine Projektmanagementschulung bei Firma Kärcher auf dem Programm. Unter der Organisation von Fr. Sandra Pötzl, die für die Ausbildung, Duales Studium und Schulpraktikum zuständig ist, begrüßten drei junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fa. Kärcher die Ausbildungsgruppe im Schulungsraum vom Kärchermuseum. Hierbei bekamen die Schülerinnen und Schüler von Luca Klippstein, DHL-Student, in einer sehr anschaulichen und gut verständlichen Sprache die wichtigsten Grundlagen eines erfolgreichen Projekt-Managements vorgestellt: „Smarte Ziele, Stakeholder, Initiierung, Projektplanung und Durchführung, SWOT-Analyse, Magisches Dreieck (Zeit-Kosten-Qualität) und Meilensteine. Wie schließlich ein Projekt dann tatsächlich durchgeführt wird, erläuterte Jennifer Ott, Praktikantin im Praxissemester, anschließend mit der Vorstellung einer guten Aufgaben- und Kommunikationsplanung, die immer äußerst wichtig zu einer erfolgreichen Projektdurchführung ist. Sehr anschaulich wurden die verschiedenen Prozesse einer Projektplanung am Beispiel eines autonomen Reinigungsroboters, den Tom Unterberg, Mitarbeiter im Projektmanagement, der Gruppe vorstellte. Viele Planungsschritte, mit einem Zeitplan über 2 Jahre, brauchte es, bis ein solch geniales Reinigungsgerät entstanden ist.
Und nach all den theoretischen Inhalten folgte zum Schluss noch die praktische Anwendung des Gelernten am fiktiven Projekt „Schulfest“. In Gruppenarbeit planten die Schülerinnen und Schüler ein eintägiges Schulfest mit einer Abschlussfeier und einem Fußballturnier, unter Anwendung aller theoretischen „Meilensteine“ für ein gelingendes Projekt. Ein anschließender Rundgang durch das Kärcher-Museum und das Staunen über die Produktentwicklung über die Jahrzehnte hinweg rundete den Besuch bei den „Kärchers“ ab und begeisterte neben der guten Bewirtung doch die/den ein oder andere/anderen.
Zum Abschluss der Woche waren die Schülerinnen und Schüler nach einer Theorieeinheit zum Thema erfolgreiche Werbung und Marketing gefragt, Produkte und Projekte an der Schule ganz praktisch ansprechend zu vermarkten. So wurden sie sensibilisiert, dass ein Produkt oder Projekt nicht von alleine erfolgreich ist, sondern stets auffallend "an den Mann oder die Frau" zu bringen ist. Nach einer Präsentation ihrer Ergebnisse vor einer Jury gab es eine Feedbackrunde zur gesamten Woche, sodass die Schülermentoren-Ausbildung Jahr für Jahr verbessert werden kann. Im Nachhinein erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine erfolgreiche Teilnahmebescheinigung sowie ein Zertifikat vom Gesundheitsamt Rems-Murr.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen außerschulischen sowie innerschulischen Kooperationspartnern, ohne die diese Woche nicht realisierbar gewesen wäre.
ÖSG Reli-Team Rupp & Weith
(Religionslehrer und Schulseelsorger an der Albertville-Realschule Winnenden)






