Capoeira

„Capoeira, das ist die Kunst im Kampf zu tanzen.“

Entwickelt hat sich die Capoeira ca. im 17. Jahrhundert durch die aus Afrika stammenden Sklaven in Brasilien. Heute ist es allgemein anerkanntes Kulturgut Brasiliens und dort mindestens genauso verbreitet wie Fußball. Offiziell zählt es zu den Kampfkünsten und ist doch mit nichts zu vergleichen. Capoeira ist ein Spiel, eine Kommunikation durch Bewegung, ein Kampf ohne zu verletzen, eine Verbindung von Kampf, Musik, Akrobatik und Spiel. In der Roda, ein Kreis aus Capoeiristas, kommt dann alles zusammen. Es wird gesungen und geklatscht um eine Energie zu erzeugen, die die Spieler in der Mitte antreibt.

Umsetzung in der Schule:

In der AG lernen die Schüler/innen  die Bewegungen, die Musik, die Rituale und die Geschichte der Capoeira. Dabei steht nicht das perfekte Können im Vordergrund, sondern das miteinander Lernen und Umgehen, das „aufeinander Aufpassen“ und der Respekt vor jedem in der Gruppe und auch außerhalb. Daher ist die AG für alle Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klasse geöffnet. Dadurch entstehen klassenübergreifende Kontakte, die nicht an Klassenstufen oder Alter gebunden sind.

Ziele

  • Die Capoeira-AG soll den Schülerinnen und Schülern neben dem Erlernen der Capoeira die Möglichkeit bieten, sich selbst weiter zu entwickeln. Den Mut zu haben eine neue Bewegung vor den anderen auszuprobieren fördert das Selbstbewusstsein.
  • Aufmerksam zuzuschauen wenn jemand anderes etwas zeigt oder gerade in der Roda spielt, fordert auf der anderen Seite die Fähigkeit sich einmal zurücknehmen zu können.
  • Das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen wird gefördert, denn in der Capoeira muss niemand alles können, jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Diese werden kommentarlos respektiert.
  • Beim Training und beim Spiel in der Roda trägt man nicht nur die Verantwortung für sich selbst, sondern achtet auch auf das Wohl des Mitspielers. Niemand soll sich weh tun.